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Eine Inuyasha FF von mir. Sie ist noch nicht abgeschlossen und ich weiß auch nicht wie lang sie werden wird. Mal sehn ^^ Hoffe sie gefällt euch!!!


Painful Memories


Kapitel 1: Horrible Truth

Inuyasha und die anderen waren mal wieder unterwegs. Es war schon spät abends, als sie in ein Dorf kamen. Es war ziemlich verlassen und manche Hütten waren sogar zerstört. „Das Dorf ist wohl vor einiger Zeit von einem Dämon angegriffen worden..“ sagte Sango. Sie schauten sich weiter um. Nur ab und zu sah man wie sich in den Hütten etwas bewegte. Niemand kam ihnen entgegen, als sie so durch das Dorf gingen.
Plötzlich stand ein alter Mann vor ihnen.
„Was wollt ihr hier?“
Inuyasha wollte schon antworten, doch Miroku kam ihm zuvor.
„Wir sind reisende und waren denn ganzen Tag unterwegs. Nun suchen wir nach einem Schlafplatz wo wir uns erholen können.“
Der alte Mann sah ihn durchdringend an, doch als er sah das es die Wahrheit war, wurde sein Gesicht freundlich und er sagte:
„Kommt mit ihr könnt über Nacht bei mir bleiben.“
Der alte Mann ging und die Freunde folgten ihm.
Als sie so dahin gingen fragte Sango:
„Können sie uns vielleicht sagen was hier vorgefallen ist?“
Der alte Mann ließ den Kopf hängen und antwortete mit matter Stimme:
„Dieses Dorf war mal ein friedlicher und ruhiger Ort. Dies verdankten wir einem Youkai, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte uns zu beschützen.....“
Er stockte.
„Und was ist dann passiert?“
„Vor etwa 10 Tagen griffen uns die Youkai an. Sie überfielen das Dorf und zerstörten fast alles. Unser Beschützer tat zwar sein bestes, doch konnte er nicht verhindern, dass das Dorf dabei Schaden nahm. Er schaffte es sie zu besiegen, doch verlor er dabei sein Leben......“
Traurig hörte er auf zu reden.
Sie standen mittlerweile vor einer Hütte, die noch in einem recht guten Zustand war. Er ging hinein und deutete den Freunden, ihm zu Folgen. Es war eine ziemlich große Hütte, doch außer ihnen war niemand dort.
„Meine Frau und meine Kinder starben bei dem überfall auf das Dorf..“, sagte er mit leiderfüllter Stimme.
„Das muss schrecklich für sie sein..“ ,sagte Sango.
„Ich habe es noch gut. Manche Kinder haben ihre Eltern verloren, als sie versuchten sie vor den Dämonen zu schützen. Sie sind viel schlimmer dran als ich.“
Er machte ein Feuer und sie setzten sich. Er fragte sie warum sie unterwegs seinen und die Freunde erzählten ihm ihre Geschichte.
Nach einiger zeit sagte der Mann:
„Ich verstehe. Dann seid ihr also unterwegs um diesen Youkai zu besiegen und das heilige Juwel der vier Seelen wieder zusammen zu fügen.... Das muss ne ganz schön schwere Aufgabe sein...“
„Ja aber wir schaffen das schon“, sagte Kagome mit einem schwachen Lächeln.
Die Freunde starrten sie an. Seid einem Vorfall vor etwa einer Woche hatte sie weder gelächelt noch gesprochen. Niemand wusste was damals passiert war und sie hatte auch kein Wort darüber verloren. Und nun sagte sie was und lächelte sogar dabei. Selbst nachdem sich die anderen wieder beruhigt hatten und Kagome wieder so drein schaute wie vorher, schaute Inuyasha sie immer noch an. Als Kagome dies bemerkte, schaute sie ihn an und fing an zu weinen.
„Wa-wa-wa-wa-was ist denn jetzt los?!“
Der Hanyou schaute Kagome geschockt an, die immer heftiger weinte. Miroku und Sango sahen sich nur verwirrt an und Shippo schrie Inuyasha an:
„Was hast du denn jetzt schon wieder gemacht?“
„Nichts.... Ich hab sie nur angeguckt und dann fing sie plötzlich an zu weinen.“
Kagome fing so heftig an zu weinen das sie schon richtig zitterte.
„Inuyasha nimm sie wenigstens in den Arm und versuch sie zu trösten.“
Inuyasha drehte sich erschrocken zu Sango um und sah sie an.
„Na los... Geh schon zu ihr. Sie braucht dich.“
Sie flüsterte ihm das so ins Ohr, dass niemand anderes es hören konnte. Nach kurzem zögern ging Inuyasha zu ihr und versuchte sie zu beruhigen.
„Kagome was ist denn los was hast du? Was ist denn nur los mit dir?“
Plötzlich fiel Kagome Inuyasha um den Hals. Sie weinte immer noch und zitterte fürchterlich. Nach dem Inuyasha den Schrecken überwunden hatte, nahm er Kagome in die Arme.
„Ist ja gut. Ich bin doch bei dir.“
Er strich ihr sanft mit der Hand über den Kopf und er merkte wie sie langsam ruhiger wurde.
Erst die Stimme des alten Mannes lies ihn aufschrecken.
„Ist was mit ihr nicht in Ordnung?“
Miroku sah nachdenklich zu Kagome hinüber, die Inuyasha weiter im Arm hielt und versuchte zu beruhigen.
„Wir wissen es nicht. Vor einiger Zeit wurde sie von einem Youkai entführt. Als wir sie dann endlich fanden, war sie sehr schwach und völlig aufgelöst. Sie hat die meiste Zeit nur geheult. Seid dem hat sie weder gelächelt noch gesprochen. Daher wissen wir auch nicht was dieser ihr angetan hat.“
Inuyasha seufzte und sagte leise:
„Eigentlich ist das ganze ganz allein meine Schuld. Hätte ich nicht diesen Streit angefangen wäre das ganze nie passiert.“
Verzweifelt sah er auf die immer noch weinende Kagome herunter. Sango schüttelte nur den Kopf.
„Es ist nicht deine Schuld Inuyasha. Sie ist nicht wegen dir weg gelaufen. Sie wollte nur für sich alleine sein weil sie über etwas nachdenken wollte. Denn bevor sie gegangen ist, hatte sie mir noch gesagt dass sie einen Spaziergang machen wollte. Sie meinte dass es da etwas gäbe worüber sie sich im Klaren werden wolle...“
Sango stockte und sah Inuyasha an. Doch der sah immer noch unbewegt auf die weinende Kagome hinunter. Es schien als würde er über etwas nachdenken. Hilfesuchend schaute Sango Miroku an. Doch der schüttelte nur den Kopf und bedeutete Sango Inuyasha erst mal in Ruhe zu lassen. Der alte Mann lächelte und meinte leise zu Sango:
„Lass ihm etwas Zeit. Er wird sicher schon bald wieder der alte sein, glaub mir. Er braucht wahrscheinlich nur eine Weile um sich von dem Vorfall zu erholen. Denn anscheinend ist ihm das doch ganz schön nahe gegangen.“
„Hm... Was glauben sie ist mit ihr passiert?“
Der Mann schaute erst Miroku und dann Kagome nachdenklich und ernst an.
„Ich denke mal dass dieser Dämon etwas mit ihr gemacht hat, was sie verletzt hat. Bei ihrem Aussehen und ihrer Ausstrahlung wäre es gut Möglich das er sich an ihr vergangen hat....“ (Ich hoffe ihr wisst was ich meine…)
Miroku, Sango, Shippo und selbst Inuyasha schauten ihn geschockt an. Auch Kagome war bei diesen Worten zusammen gezuckt. Inuyasha schaute auf Kagome hinunter die plötzlich aufgehört hatte zu weinen.
„Nein.... Das darf nicht wahr sein!“ stammelte Inuyasha.
Er wollte es nicht glauben. Nicht begreifen, dass jemand Kagome etwas so schreckliches angetan hatte. Kagome schaute langsam zu Inuyasha auf. Sie schaute ihm verzweifelt und ängstlich in die Augen und da wusste Inuyasha, dass der alte Mann Recht hatte.
Inuyasha drückte Kagome ganz fest an sich, so als wollte er sie niemals wieder loslassen.
„Es tut mir so leid. Wenn ich nur besser auf dich aufgepasst hätte. Dann wäre das alles nicht passiert.“
Er drückte sie noch fester an sich und zum ersten Mal fing Inuyasha an zu weinen.
„Es tut mir so schrecklich leid. Das ist alles nur meine Schuld. Ich hätte doch auf dich aufpassen müssen... Das ist alles nur meine Schuld.“
„Nein das ist es nicht....“
Kagome strich sanft mir einer Hand über Inuyashas Wange und wischte die Tränen weg.
„Es ist nicht deine Schuld.“
Sie gab ihm vorsichtig einen Kuss auf die Wange.
„Es ist nicht deine Schuld“, sagte sie noch einmal leise und nahm Inuyasha in die Arme.
„Nein das ist es nicht....“
Miroku sah die beiden an und ihm kam ein schrecklicher Gedanke. Was wäre wenn Kagome von diesem Dämon schwanger sein sollte? Er sah Sango hinüber bemerkte dass ihr das gleiche durch den Kopf gehen musste wie ihm. Inuyasha und Kagome lagen sich immer noch in den Armen und schienen die anderen überhaupt nicht mehr wahrzunehmen.
Plötzlich machte Kagome die Augen auf und befreite sich aus Inuyashas Umarmung. Sie schien Angst zu haben.
„Kagome was ist los?“
Inuyasha schaute sie besorgt an. Doch sie schien ihn gar nicht zu hören. Sie lief aus der Hütte und stand dann völlig reglos auf dem Weg. Inuyasha und die anderen folgten ihr, doch hatten sie keine Ahnung was sie erwartet. Denn in einigen Metern Entfernung stand ein Riesiger Drachen-Youkai und er starrte Kagome an. Er bewegte sich nicht und machte keine Anstalten anzugreifen. Er starrte sie nur mit seinen großen roten Augen an. Auch sie starrte nur auf den Dämon.
„Kagome? Was ist denn los mit dir? Was hast du?“
Langsam bekam Inuyasha es mit der Angst zu tun. Er begann Kagome leicht zu schütteln.
„Jetzt sag doch endlich etwas! Sag was! Los!“
Doch Kagome starrte immer noch an ihm vorbei zu dem Dämon. Inuyasha gab Kagome eine leichte Ohrfeige. Plötzlich brach sie zusammen. Inuyasha fing sie auf, noch ehe sie den Boden berührte.
„Sie ist eiskalt.....“
Inuyasha zog seinen Suikan aus und legte ihn um Kagome. Er nahm sie auf den Arm und schaute zu dem Dämon. Doch der war plötzlich verschwunden. Was war das bloß für ein Vieh gewesen das Kagome so aus der Fassung gebracht hatte? Und was wollte er? Und vor allem, warum hatte niemand bemerkt dass er in der Nähe gewesen war? Doch weder Miroku noch Sango wussten darauf eine Antwort.
„Kagome! Wach auf!“
Inuyasha rüttelte etwas an ihr, doch sie reagierte überhaupt nicht darauf.
„Trag sie am besten erst mal rein Inuyasha. Vielleicht ist sie ja auch einfach nur erschöpft.“
„Miroku hat recht, Lass sie sich eine Weile ausruhen. Ich bin mir sicher das es ihr schon bald wieder besser geht.“
Inuyasha tat wie ihm geheißen und trug die immer noch bewusstlose Kagome wieder in die Hütte.
Nach dem er sie in ihren Schlafsack gelegt und sie zugedeckt hatte, unterhielten sie sich noch über diesen Dämon. Doch auch dieses Gespräch war schon bald zuende und alle legten sich schlafen.



Kapitel 2: Awake

In der Nacht wachte Inuyasha auf und stellte fest das Kagome immer noch genauso dalag, wie er sie am Vorabend in ihren Schlafsack gelegt hatte. Dieser Anblick beunruhigte ihn etwas und er ging zu ihr hinüber. Er kniete sich vor sie und beobachtete sie eine Weile.
Als er dann sah dass sie ruhig und gleichmäßig atmete, war er erleichtert. Er strich leicht mit der Hand über ihre Wange und sah sie dabei liebevoll und besorgt an. Ja, er machte sich Sorgen um sie. Obwohl er es immer abstritt hing er sehr an ihr. Er konnte es nicht ertragen wenn es ihr schlecht ging. Er konnte nicht ertragen, wenn sie nicht bei ihm war. Wenn sie wieder in ihrer Zeit war. Er fühlte sich dann immer so leer und verloren. Seitdem sie bei war, hatte er sich verändert. Früher war er eher kalt und abweisend gewesen. Obwohl man nicht sagen kann dass er es heut nicht mehr wäre. Aber man merkte, dass er immer offener wurde und langsam aber sicher mehr und mehr vertrauen zu den Menschen bekam. Der Auslöser dazu, war wohl dieses Mädchen. Ein gewöhnliches 15 Jahre altes Mädchen, zumindest sah sie auf den ersten Blick so aus. Doch sie war anders als alle Menschen die er bisher getroffen hatte. Sie machte sich nichts daraus wer oder was einer war. Sie akzeptierte ihn mit all seinen Fehlern und Macken. Sie war eigentlich stets fröhlich und wusste immer ihre Freunde irgendwie zu beruhigen oder aufzuheitern.
Inuyasha schaute sie noch eine Zeit lang an, bevor er sich wieder schlafen legte. Doch bereits kurze Zeit darauf wurde er wieder wach, doch diesmal hatte ihn ein Geräusch aus seinem Schlaf gerissen.
Er zuckte mit seinen Ohren um den Ursprung seines Erwachens herauszufinden. Als er merkte dass es in seiner Nähe war, machte er die Augen auf und sah sich um. Doch sein Blick blieb an Kagome hängen, die sich unruhig hin und her warf. Sie war am schlafen, doch sie schien einen Alptraum zu haben. Inuyasha stand auf und setzte sich neben sie. Sanft streichelte er ihr über die Wange, in der Hoffnung es würde sie beruhigen. Tatsächlich wurde sie auch etwas ruhiger.
/Was sie wohl träumt? Garantiert wieder von den Tagen als sie bei dem Dämon war.... /
Inuyasha ließ den Kopf hängen und sah traurig und verzweifelt zu Boden.
/Wenn ich doch nur etwas früher gekommen wäre.... Vielleicht hätte ich es ja dann verhindern können.../
Er stockte, denn er hatte bemerkt dass sich Kagome plötzlich nicht mehr regte. Dafür rannen nun Tränen ihre Wangen hinab. Sie wimmerte leise im Schlaf. Inuyasha konnte es nicht verstehen und beugte sich zu ihr runter. Und da hörte er es.
„Bitte..... aufhören..... bitte..... nein...... bitte...... nicht.......... will nicht.......... nein.......... bitte........“
Es waren nur Bruchstücke doch Inuyasha verstand was sie sagte.
Nun war er sich sicher. Der Dämon hatte sie wirklich vergewaltigt und nun schien sie das ganze in ihren Träumen noch einmal zu durchleben. Er konnte nicht mehr länger mit ansehen wie litt, also packte er sie sanft bei den Schultern und schüttelte sie leicht. Erst reagierte sie nicht, doch dann schlug sie langsam die Augen auf. Anfangs konnte sie nichts erkennen da ihre Sicht durch die Tränen behindert wurde. Doch dann bemerkte sie dass sich eine Gestallt über sie gebeugt hatte. Sie erschrak und wollte nur noch weg. Schnell richtete sie sich auf und wollte aufstehen. Doch schon schlangen sich zwei Arme um sie und drückten sie sanft gegen die Gestallt.
„Shhh…. Ganz ruhig Kagome. Es ist alles in Ordnung. Du brauchst keine Angst zu haben.“
Inuyasha hatte sie in den Arm genommen und sprach nun sanft und beruhigend auf sie ein. Er bemerkte wie sie sich entspannte und ihr Atem ruhiger wurde. Langsam und zärtlich strich er ihr über den Rücken. Es schien zu helfen, denn sie schmiegte sich nun an ihn. Inuyasha sah auf sie hinunter. Sie war wieder eingeschlafen.
Er hielt sie noch eine Weile in den Armen, ehe er sie wieder in ihren Schlafsack legte. Doch anstatt wieder an seinen alten Schlafplatz zu gehen, setzte er sich neben sie. Falls sie noch mal schlecht Träumen oder aufwachen sollte, wollte er bei ihr sein. Doch nichts dergleichen geschah.

Langsam öffnete sie die Augen, kniff sie jedoch sofort wieder zusammen. Grelles Sonnenlicht drang durch das Fenster und schien ihr Mitten ins Gesicht. Sie blinzelte, doch es dauerte einige Zeit bis sie endlich etwas erkennen konnte. Sie sah sich um. Sie war scheinbar allein in der Hütte.
/Wo sind die anderen?/
Der Gedanke, dass ihre Freunde einfach weg waren, machte ihr Angst. Ein Geräusch unterbrach ihre Gedanken. Es war ziemlich nah bei ihr gewesen. Sie sah hinter sich und erblickte einen schlafenden Hanyou. Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen.
/Wie friedlich er doch aussieht. So wie er da sitzt und schläft…. Schon irgendwie…. Süß…. Moment mal… Was denke ich da?! Inuyasha und… süß? Ja… schon… in gewisser Weise. Wenn ich daran denke wie er sich letzte Nacht um mich gekümmert hat *seufz* Wenn er doch nur immer so wäre/
Sie sah in noch einen Moment an, ehe sie sich langsam aufsetzte und leise aufstand. Sie sah noch einmal zurück, bevor sie dann nach draußen ging.
Dort angekommen streckte sie sich erst mal ausgiebig und atmete die frische Luft ein. Ihre Braunen Augen waren auf den Himmel gerichtet. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie nicht merkte wie jemand hinter sie trat. Dieser beobachtete sie einen Moment wie sie nur so da stand und in den Himmel starrte. Doch dann entschied er sich etwas zu tun.
Er trat nun direkt hinter sie und nahm sie von hinten in die Arme. Im ersten Moment erschrak sie, bemerkte jedoch dann sofort wer sie da umarmte und lehnte sich an ihn. Es beruhigte sie dass er hier war. Ja, sie fühlte sich richtig wohl und geborgen in seiner Nähe, konnte sogar die Geschehnisse für einen Augenblick vergessen und einfach nur den Moment genießen.
Inuyasha drückte Kagome an sich. Er würde sie am liebsten nie wieder loslassen. Er wollte nicht dass ihr etwas passierte, jedoch konnte er das nie ganz verhindern. Kagome schaute auf und drehte sich zu ihm um. Sie sahen sich tief in die Augen. Sie lehnte sich an ihn und legte ihren Kopf an seine Brust.
/Was soll ich nur tun?! Ich hab Angst. Aber… wovor denn bloß? Woher kommt diese unbeschreibliche Angst? Ich will hier weg… Nur noch weg… Doch… Ich will auch bei Inuyasha bleiben…. Aber…. Was mach ich nur?/
Einen klaren oder richtigen Gedanken konnte sie immer noch nicht wieder fassen. Dafür saß der Schock und der Schmerz noch viel zu tief in ihrem Herzen. Denn was sie während diesen Tagen bei dem Dämon erlebt hatte, war viel zu schrecklich, als dass sie es einfach vergessen könnte. Nacht für Nacht, träumte sie immer das Selbe. Immer und immer wieder musste sie es noch einmal durchleben. Es war schrecklich. Einfach nur schrecklich. Es machte sie kaputt. Es zerriss sie förmlich. Sie kuschelte sich in den roten Suikan von Inuyasha, in dessen Armen sie sich noch immer befand. Er bemerkte es und drückte sie noch etwas fester an sich.
„Alles wird gut Kagome. Glaub mir, alles wird gut.“



Kapitel 3: Between Dream And Reality

Sie rannte durch die Dunkelheit. Immer weiter und weiter. Sie wusste nicht wohin. Doch das war ihr egal. Sie rannte einfach weiter. Warum rannte sie? Wovor lief sie weg? Sie wusste es nicht. Sie rannte einfach. Immer weiter in die Dunkelheit. Sie wurde langsamer. Schließlich blieb sie stehen. Sie sah sich um. Nichts. Gar nichts. Alles schwarz. Dort stand sie nun, einsam und verlassen. Von der Außenwelt vergessen. Doch was tat sie hier? Wie kam sie hier her? Wo war sie überhaupt? Es war ihr egal. Ihr ging nur ein Gedanke durch den Kopf. Sie war allein. Einsam in der Dunkelheit. Niemand war da um sie daraus zu befreien.
Ihre braunen Augen verloren jeden Glanz. Tränen liefen ihre Wangen hinab und tropften zu Boden. Eine eisige Kälte machte sich in ihr breit. Sie brach zusammen. Sie lag auf der Seite. Immer mehr Tränen bahnten sich ihren Weg über ihr Gesicht. Sie schlang die Arme um die Brust und zog ihre Beine ganz nah an den Oberkörper heran. Sie schloss die Augen und wünschte sich nie mehr zu erwachen. Immer mehr Tränen benetzten ihr Gesicht und sie fing langsam an zu schluchzen. Doch nach einer Weile wurde es zum wimmern.
Sie hatte Angst. Angst allein zu sein. Sie zitterte bereits am ganzen Körper. Doch in dem Moment wo sie dachte dass es sie endgültig zerreißen würde, fühlte sie etwas. Es war ein ihr wohl bekanntes Gefühl. Wohlige Wärme breitete sich in ihrem Körper aus. Nein. Sie war nicht allein. Da war jemand. Sie spürte die sanften Berührungen auf ihrer Haut. Langsam beruhigte sie sich. Dann fühlte sie nichts mehr, nur die Wärme und ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.
Irgendwann schlug sie die Augen auf. Sie blinzelte.
„Alles in Ordnung Kagome?“
Fragte eine leise aber bekannte Stimme.
„Du warst so unruhig und hast im Schlaf geweint.“
Kagome sah in das besorgte Gesicht des Hanyous und sprach mit sanfter Stimme:
„Es ist nichts Inuyasha. Ich hab nur schlecht geträumt.“
Sie versuchte sich aufzusetzen, wurde aber sanft von Inuyasha wieder zu Boden gedrückt.
„Nicht. Du musst dich noch ausruhen. Du hast ziemlich hohes Fieber.“
Kagome sah ihn nur fragend an. Sie verstand nicht. Sie konnte sich nur noch daran erinnern, dass sie draußen noch etwas gestanden hatten und dann kurz darauf wieder in die Hütte gegangen waren. Im laufe des Tages waren dann auch die anderen zurückgekommen (sie hatten beschlossen sich etwas umzuschauen um herauszufinden woher der Dämon so plötzlich kam, hatten jedoch nichts erreichen können). Sie hatten dann noch etwas gegessen und waren kurz darauf schlafen gegangen.
Der Hanyou bemerkte ihren verwirrten Gesichtsausdruck und redete weiter.
„Du hast 5 Tage geschlafen. Wir haben uns alle, riesige Sorgen gemacht. Das Fieber kam so plötzlich und ohne sichtbaren Grund. Also haben wir dich zu Kaede gebracht. Sie meinte dass das Fieber, in deinem Fall eher ein gutes Zeichen wäre. Denn es stellte sich heraus dass du wirklich schwanger von dem Dämon warst. Diese Schwangerschaft hatte auch das Fieber zu Folge gehabt. Jedoch hast du genau deswegen das Kind schließlich verloren. Allerdings…. Stieg dadurch deine Temperatur noch etwas weiter und es sah so aus, dass du es nicht überleben würdest. Als sie dann schließlich doch runter ging waren wie alle sehr erleichtert. Die andern haben sich total verrückt gemacht und sind manchmal wie aufgescheuchte Hühner durch das ganze Dorf gerannt.“
Er lächelte leicht und sah sich in der Hütte um, bevor er sich dann wieder ihr zuwandte.
„Aber seid wann….? Ich habe gar nicht gemerkt dass ich krank bin.“
Sie war etwas verwirrt, denn sie hatte immer noch nicht ganz begriffen was jetzt eigentlich los war. Doch Inuyasha verstand was sie meinte.
„Es kam mitten in der Nacht. Ich war noch wach weil ich nicht schlafen konnte und da hab ich es bemerkt. Von einem Moment auf den anderen hast du plötzlich sehr schwerer geatmet und als ich dann nach dir gesehen hab, hab ich gemerkt dass du Fieber hattest.“
Er wurde leicht rot und wandte deshalb seinen Kopf ab damit sie es nicht sah. Mit sehr leiser und sanfter Stimme sprach er weiter.
„Ich hatte Angst. Als du da so lagst und ich nichts für dich tun konnte… Da hab ich Angst bekommen. Angst davor dich diesmal wirklich zu verlieren.“
Seine Stimme wurde mit jedem Satz immer leiser, bis sie schließlich nicht mehr als ein wispern war.
Kagome sah ihn überrascht an.
/Er…. hatte Angst um mich?!/
Eine Weile herrschte Stille. Doch dann:
„Ich kann mir Vorstellen, dass es dir schwer fällt darüber zu sprechen..... aber…… würdest du mir trotzdem erzählen was alles vorgefallen und wer dafür verantwortlich ist?“
Er wusste nicht was und ob sie überhaupt antworten würde. Bisher hatte sie mit niemandem darüber gesprochen. Überhaupt hatte sie mit niemandem auch nur ein Wort gewechselt. Doch er hoffte, dass die sich wenigstens ihm anvertrauen würde.
Bei seinen Worten hatte sich das Mädchen von ihm abgewandt. Sollte sie ihm wirklich erzählen was vorgefallen war? Wirklich alles?
Inuyasha unterbrach ihre Gedankengänge als er weiter redete.
„Ich bitte dich! Sag es mir. Ich kann nicht länger mit ansehen wie du leidest, Kagome. Ich würde dir so gerne helfen. Doch ich weiß nicht wie. Bitte Kagome! Ich kann dir nur helfen wenn ich weiß was vorgefallen ist. Bitte, sprich mit mir.“
Kagome sah ihn an. Noch nie hatte sie so etwas von Inuyasha gehört. Was er sagte, wie er es sagte und dann seine Augen. Seine Stimme hatte so verzweifelt und traurig geklungen, doch gleichzeitig auch sanft, mitfühlend, besorgt und liebevoll.
Sie seufzte. Ihre Augen sahen weiterhin in die Inuyashas, die so viel Wärme ausstrahlten, in ihr ein Gefühl der Geborgenheit hervorriefen und ihr auch die Angst nahmen.
Sie wandte ihren Blick wieder ab und schloss die Augen. Inuyasha dachte im ersten Moment, dass sie es ihm immer noch nicht erzählen würde. Doch da hatte er sich geirrt. Denn gerade als er sich geknickt abwenden wollte sprach sie ihn an.
„Gut… ich erzähle es dir… aber… nur unter einer Bedingung…“
Inuyasha drehte sich wieder zu ihr.
„Und die wäre?“
Sie sah ihn wieder an.
„Ich erzähle es nur… wenn du…. mich dabei…. im Arm…. halten würdest…“
Leise und stockend kamen die Worte über ihre Lippen. Der Hanyou nickte nur und nahm sie in seine Arme. Es drückte sie fest an sich um ihr die Angst weites gehend zu nehmen. Sie schluckte. Doch dann fing sie mit leiser, trauriger und angsterfüllter Stimme langsam an zu erzählen. Und was sie da erzählte, traf Inuyasha wie ein Messer in sein Herz. Denn es war schrecklich. So schrecklich, dass es selbst ihm den Atem nahm. Er hatte so etwas noch nie gehört und hätte es auch nie gewollt. Doch nun saß er hier, Kagome in den Armen haltend und musste zuhören wie es ihm von diesem, von ihm geliebten, Mädchen leise und stockend erzählt wurde.



Kapitel 4: Days Of Pain (Part 1)

Rückblick (jetzt fängt die eigentliche Geschichte an)

Es war ein Tag wie jeder andere. Inuyasha und die anderen waren mal wieder auf der Suche nach den Splittern des Juwels der vier Seelen.
Die Sonne ging schon unter als sie endlich einen geeigneten Platz für die Nacht gefunden hatten. Es dauerte nicht lange und sie hatten alles auf einer kleinen Lichtung im Wald aufgebaut.
„Es war heute ziemlich ruhig. Kein einziger Dämon hat uns angegriffen. Schon irgendwie merkwürdig.“
„Ach Sango. Mach dir nicht so viele Gedanken. Genieße es doch einfach zur Abwechslung mal.“
Miroku sah Sango grinsend an, was sie mehr als misstrauisch machte. Kurz darauf jedoch wusste sie was er damit gemeint hatte. Denn seine Hand hatte sich auf Wanderschaft begeben. Und zwar auf direktem Weg zu Sangos Hintern. Doch Sangos Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. ‚BATSCH’ Schon hatte Miroku einen roten Handabdruck in seinem Gesicht. Doch anstatt traurig oder sauer zu sein, lächelte er nur zufrieden vor sich hin. Inuyasha, Kagome und Shippo die die beiden beobachtet hatten, schüttelten nur den Kopf. Würde sich der Mönch denn nie ändern? Doch die Antwort war eindeutig: Nein.
Kagome hatte währenddessen schon etwas zu Essen gemacht, was nun alle genüsslich verschlangen. Sie unterhielten sich noch über ein paar Sachen, bis es dann schließlich dunkel war. Kagome unterhielt sich noch kurz mit Sango, bevor sie dann zu ihrem Rücksack ging um ihren Schlafsack raus zu holen.
Alles war friedlich, bis Inuyasha eine Folgenschwere Bemerkung machte.
„Keh, wir müssten mal langsam wieder einen Splitter finden, ansonsten schnappt Naraku sie uns alle weg. Es ist schon sehr merkwürdig dass wir schon so lange keine mehr gefunden haben, oder etwa nicht?!“
Während seines letzten Satzes schaute er Kagome direkt an. Sie bemerkte es natürlich und wusste worauf er anspielte.
„Was soll das denn jetzt heißen?! Denkst du etwa es ist meine Schuld dass wir keine finden?! Also das ist jawohl die Höhe mir so was zu unterstellen!“
Miroku, Sango und Shippo waren unterdessen schon einige Meter zurückgewichen.
„Keh natürlich! Wessen denn sonst. Immerhin bist du die Jenige die die Juwelen aufspüren kann. Immerhin können wir sie ja nicht spüren und somit wissen wir nicht ob sich gerade einer in der Nähe befindet und wir einfach an ihm vorbei laufen! Vielleicht machst du das ja extra. Wer weiß vielleicht machst du das ja absichtlich. Du spürst welche und lässt uns einfach weiter laufen weil du keinen bock darauf hast! Und Überhaupt, wessen Schuld ist dann das ganze hier?! Wer hat uns in diese Lage gebracht?! Wer hat das Juwel denn bitteschön zerstört?! Genau! DU! Dir ist doch hoffentlich klar dass das alles nur deine Schuld ist! Und weißt du was?! Weil du das Juwel zersplittert hast, sind Shippos Vater sowie Sangos Familie und ihre Freunde jetzt tot!“
Kagome sah ihn nur noch geschockt an. Sie konnte nichts mehr sagen. Es war als wäre sie zu Eis erstarrt. Ihr Gesicht war unnatürlich weiß und langsam fing sie an am ganzen Körper zu zittern.
Plötzlich drehte sie sich um und lief weinend in den dunklen Wald.
Inuyasha realisierte jetzt erst was er da gerade gesagt hatte und lief ihr leise fluchend hinterher. Jedoch sollte er sie nicht finden können.

Bei Kagome
Sie lief immer weiter in den Wald hinein. Tränen rannen ihre Wangen hinab. Sie sah nicht wo sie hinlief. Immer öfter stolperte sie über Wurzeln oder Steine, doch sie konnte sich noch halten und lief weiter.
Sie wusste nicht wie lange sie schon lief. Doch es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Plötzlich blieb die mit ihrem Fuß an einer Wurzel hängen. Sie schlug hart mit dem Kopf auf dem Boden auf und alles wurde schwarz um sie herum.

Bei Inuyasha
Er lief durch den Wald. Wo war sie nur? Wieso konnte er sie nicht finden? Er war doch viel schneller als sie. Also warum zum Teufel hatte er sie noch nicht eingeholt?!
Plötzlich blieb er stehen.
/Verdammt! Was ist denn jetzt los?! Ich kann sie nicht mehr riechen. Wo ist sie? Hoffentlich ist ihr nichts passiert…. Verdammt! So ein Mist! Hät ich das doch bloß nicht zu ihr gesagt! Das ist alles nur meine Schuld! Wenn ihr jetzt was passiert! Kuso! Was wenn Naraku sie entführt hat?! Das würde ich mir nie verzeihen! Ich muss sie finden! Koste es was es wolle!/



Part 2

Kagome blinzelte. Ein leises Stöhnen entwich ihren Lippen, als sie sich langsam aufrichtete.
/Wo bin ich? Was ist passiert?/
Um sie herum war alles dunkel. Erst nach einer Weile hatten sich ihre Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt und sie war in der Lage etwas zu sehen. Doch was sie da sah, wollte ihr gar nicht gefallen. Denn sie war nicht mehr im Wald. Sie schien in einem Kerker oder ähnlichem zu sein. Panik stieg in ihr auf.
/Wie bin ich hierher gekommen? Was mach ich hier? Und wo sind Inuyasha und die anderen?/
Da fiel ihr wieder ein, dass sie sich mit Inuyasha gestritten hatte und daraufhin weg gelaufen war. Doch an das was danach passierte, hatte sie keinerlei Erinnerungen mehr.
/*seufz* Wo bin ich hier nur?/
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlossen. Mit einer schnellen Bewegung war Kagome auf den Beinen.
„Wie ich sehe bist du aufgewacht. Wie schön, das freut mich.“
Ein Mann kam herein. Er war hoch gewachsen und hatte kurze schwarze Haare. Seine hellblauen Augen waren so kalt wie seine Stimme. Er war eindeutig ein Dämon.
Sein weiß-blauer Kimono raschelte, als er langsam auf Kagome zuschritt. Ängstlich wich sie zurück und drückte sich an die Wand.
„Na, na! Wer wird denn gleich Angst haben?"
/Was will er von mir?!/
Sie atmete noch einmal tief durch, bevor sie mit fester Stimme zu reden anfing.
„Wer sind sie und was wollen sie von mir?"
Der Youkai schaute sie belustigt an.
„Bist ja doch mutiger als ich dachte. Wer ich bin tut hier nichts zur Sache. Und warum du hier bist, wirst du schon noch früh genug erfahren."
Ein fieses Grinsen stahl sich auf seine Lippen. Er kam dem Mädchen immer näher, bis er dann vor ihr stand. Seine Stimme war leise und tief, als er dann weiter sprach.
„Ich kann dir ja schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben, auf das was dich erwartet.“
Damit drückte er sich an ihren Körper. Er packte sie am Kinn und küsste sie. Seine andere Hand wanderte über ihren Körper. Sie wehrte sich, konnte allerdings nichts ausrichten. Er war einfach zu stark für sie.
Verzweifelt wie sie war, wusste sie nicht was sie machen sollte. Tränen liefen ihre Wangen hinab. Endlich ließ er von ihr ab. Mit einem zufriedenen Lächeln sah er sie an.
„Und das war nur der Anfang. Wenn wir mit dir fertig sind, wirst du dir wünschen nie geboren worden zu sein.“
Mit einem grausamen Lachen verließ er den Kerker und verschloss die Tür. Kagome zitterte am ganzen Leib. Langsam glitt sie an der Wand herunter auf die Erde. Weitere Tränen tropften auf den Kerkerboden. Sie war verzweifelt, hatte Angst. Weiterhin zitternd zog sie ihre Beine an ihren Körper und legte ihre Arme um diese.
Eine Weile noch starrte sie vor sich auf den dreckigen Boden, bevor sie dann ihren Kopf auf ihre Knie bettete. Nur eine Frage hallte ihr durch den Kopf.
/Inuyasha, wo bist du nur?/
Langsam, ohne dass sie es merkte, glitt sie in einen traumlosen Schlaf.



Part 3

Bei Inuyasha
Langsam, mit hängendem Kopf ging er durch die Dunkelheit der endenden Nacht. Er war auf dem Weg zurück zu den anderen. Er hatte sie nicht finden können. Das einzige was er gefunden hatte, war ein Tuch. Ihr Tuch, um genau zu sein. Doch von ihr selbst fehlte jede Spur. Er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nach ihr gesucht. Doch nur das kleine Stückchen Stoff ließ darauf schließen dass sie da gewesen sein muss. Das Tuch mit dem er ihr noch einige Stunden vor ihrem verschwinden die Hand verbunden hatte.

Bei Kagome
Durch ein lautes Geräusch geweckt sah sie sich verwirrt um.
/Wo bin ich?/
Doch sofort kamen die Erinnerungen an das Geschehene wieder.
Traurig und zugleich ängstlich starrte sie vor sich auf den Boden. Sie fühlte sich so leer, so einsam und verlassen. Hatte man sie vergessen? Hatte…-hatte Inuyasha sie vergessen? War sie ihm wirklich egal? Sie spürte Kälte und Verzweiflung in sich hochsteigen. Und mit der Verzweiflung kamen auch die Tränen. Tränen die ihre blassen Wangen hinab liefen, um mit einem fast unhörbarem Geräusch, auf den kalten Kerkerboden zu tropfen und ineinander zu laufen.
Sie hob die Hand um die Tränen weg zuwischen, als ihre Finger plötzlich etwas kleines an ihrem Hals berührten. Überrascht hielt sie mitten in ihrer Bewegung inne. Vorsichtig nahm sie das kleine Objekt zwischen die Finger und betrachtete es. Als sie sich es so ansah, konnte sie nicht anders als zu lächeln. Es war eine Kette, ein Medaillon um genau zu sein. Innen drin war ein Foto. Und zwar nicht irgendeins, nein. Es war ein Bild von Inuyasha. Er war es auch der ihr die Kette geschenkt hatte. Wenn sie so an den Tag zurück dachte, wurde ihr ganz warm ums Herz.

Rückblick

Es war bereits Abend geworden. Langsam ging die Sonne über den Bergen unter. Der Himmel und auch der See, an dessen Ufer Kagome saß, erstrahlten in einem Warmen Rot-Ton. Sie wartete. Wartete Geduldig darauf dass er endlich kam. Sie wusste nicht warum er sie ausgerechnet hier treffen wollte. Es kam ihr seltsam vor. Er war den ganzen Tag über weg gewesen. Und dabei war heute ihr Geburtstag. Der Tag an dem sie sich vor einem Jahr kennen lernten. Ein leises Seufzen schlich sich über ihre Lippen. Wo blieb er nur?
Leise trugen ihn seine Füße über den mit Gras bedeckten Waldboden. Er wusste immer noch nicht wie er es anstellen sollte. Was sollte er sagen? Was wenn sie sein Geschenk nicht annehmen, oder gar darüber lachen würde? Daran wollte er gar nicht erst denken. Es musste ihr einfach gefallen. Ihre Mutter hatte ihm gesagt, dass es ihr ganz bestimmt gefallen würde. Und sie musste ja schließlich wissen was ihrer Tochter gefiel.
Er roch sie nun schon ganz deutlich. Ihren bezaubernden Duft würde er immer wieder erkennen.
Er war nun am Waldrand angelangt. Verzaubert von dem Bild was sich ihm bot, konnte er keinen Schritt mehr weiter gehen.
Dort saß sie. Sanft spielte der Wind mit ihrem seidenen Haar, dass in der Abenddämmerung rötlich schimmerte. So wie sie da saß… So einsam und verloren… Und so klein und unscheinbar sie in dem Augenblick aussah... Da käme man nie auf die Idee, dass dieses zierliche Mädchen doch eigentlich so stark und temperamentvoll war.
Langsam und vorsichtig ging er durch das kniehohe Grass. Darauf bedacht sie nicht unnötig zu erschrecken oder zu stören. Noch immer konnte er seinen Blick nicht von ihr lassen.
Er war nur noch wenige Meter von ihr entfernt. Er wusste nicht ob sie ihn bereits bemerkt hatte, oder ob sie so in Gedanken war, dass sie ihn noch nicht wahrgenommen hatte.
Zögerlich ließ er sich neben ihr nieder. Ließ sie jedoch dabei nicht aus den Augen. Endlich regte sie sich. Sie sah ihn an und lächelte. Sagte nix, lächelte ihn einfach nur an und sah ihm in seine gold-gelben Augen. Dann sah sie wieder auf den See.
Er war am überlegen wie er anfangen sollte. Er war kein großer Redner. War es nie gewesen. Doch nun musste er sich zusammenreißen.
„Kagome?“
„Hm?“
Sie sah ihn an. Er holte tief Luft.
„Tut mir leid dass ich den ganzen Tag weg war, anstatt bei dir und den anderen zu sein.“
Sie sah in überrascht an. Er entschuldigte sich? Sie hatte alles erwartet, nur das nicht.
Er kniete sich vor sie und griff in seinen Suikan.
„Ich war den ganzen Tag nur weg, weil ich noch etwas besorgen musste.“
Damit nahm er ihre Hand und legte etwas in sie hinein.
„Ich hoffe es gefällt dir“
Langsam und zögerlich öffnete sie ihre Hand und besah sich das kleine Objekt. Es war eine Kette, an dieser hing ein Anhänger. Er war wunderschön, kleine bunte Steinchen glitzerten auf der Oberfläche.
„Mach ihn auf.“
Erst jetzt bemerkte sie den Verschluss. Vorsichtig öffnete sie ihn und sah auf ein Bild des vor ihr sitzenden Hanyous. Nicht in der Lage etwas zu sagen sah sie ihn an. Plötzlich nahm er ihre Hand in seine und drückte sie.
„Ich möchte dass du diese Kette immer bei dir trägst. Denn solange du dies tust, werde ich immer bei dir sein. Ganz egal wie weit wir von einander entfernt sein sollten. Ich werde dich immer beschützen und solange du die Kette trägst werde ich dich auch immer finden.“
Er schaute ihr tief in die braunen Augen.
Sie war sprachlos. Schlicht und einfach sprachlos. Sie sah ihn einfach nur an. Es dauerte eine Weile bis sie seine Worte richtig verstand. Doch dann. Tränen traten in ihre Augen. Völlig unerwartet fiel sie ihm um den Hals. Er versuchte das Gleichgewicht zu halten, jedoch ohne Erfolg und fiel nach hinten. Eine weinende Kagome auf sich liegend.
Er verstand es nicht. Warum weinte sie? Hatte er irgendwas Falsches gesagt? Aber sie sah keinesfalls unglücklich aus. Und dass sie nun auf ihm lag trug nicht grade dazu bei das er es begriff. Im Gegenteil, es verwirrte ihn nur noch mehr.
„Kagome? Was ist denn los? Hab ich irgendwas falsch gemacht?“
Sie musste lächeln. So verzweifelt wie er das sagte, so süß hörte es sich auch gleichzeitig an. Langsam richtete sie sich auf, und setzte sich vor ihn. Auch er rappelte sich nun mit leicht verwirrter und unsicherer Miene auf.
„Nein. Ganz und gar nicht. Es ist nur….“
„Was denn?“
Eine Weile sagte sie nichts. Doch dann fuhr sie mit leiser und sanfter Stimme fort.
„Das ist das schönste Geschenk was ich je bekommen habe.“
Erleichterung machte sich ihn ihm breit. Er war froh dass sein Geschenk ihr gefiel. Lächelnd sah er ihr tief in die Augen. Ebenfalls lächelnd erwiderte sie seinen Blick.
Zärtlich nahm er sie in seine Arme und drückte sie an sich.
Noch lange saßen sie da und genossen die ungewohnte Zweisamkeit und die Ruhe die von diesem Ort ausging.

Rückblick Ende

Lächelnd sah sie auf die Kette.
/Er wird kommen. Ganz sicher. Er hat es mir immerhin versprochen. Und er wird sein Versprechen doch einhalten oder?/
Plötzlich hörte sie wie sich Schritte näherten. Erschreckt fuhr sie zusammen.
/Ich hoffe nur er kommt bald. Sehr bald!/
Mit einem Knarren wurde die Tür geöffnet. Ängstlich zog sie sich in eine Ecke des Raumes zurück und zog ihre Beine an ihren Körper. Was würde nun geschehen? Und wann kam endlich Inuyasha um sie zu retten? Würde er überhaupt kommen? Oder hatte er sie schon vergessen?


Part 4

Bei Inuyasha
Nachdenklich saß er auf einem Baum und starrte in die aufgehende Sonne. Er brauchte ruhe. Zeit zum nachdenken.
Kurz nachdem er wieder bei seinen Freunden war, hatten sie ihn schon mit Fragen durchlöchert. Doch als er ihnen sagte, er habe Kagome nicht finden können, legten sie erst richtig los. Es wurde ihm zu viel. Und so verschwand er wieder.
Er wusste ja selbst dass er dran schuld war, dass sie nun verschwunden war. Doch was sollte er tun? Er konnte sie nicht finden. Und alles rückgängig machen konnte er auch nicht.
Bedrückt senkte er den Kopf.
Was sollte er nur tun?

Bei Kagome
Grob wurde sie zu Boden gestoßen.
Einige Wächter waren zuvor in den Kerker gekommen, hatten sie gepackt und ohne ein Wort einfach mitgezerrt. Sie hatte sich gewehrt und gefragt, wo sie sie hinbringen würden. Doch es hatte nichts gebracht, weder hatte sie sich befreien können, noch hatte sie eine Antwort bekommen.
Die Wächter treten zurück. Ihren Befehl, das Mädchen herzubringen, hatten sie ausgeführt.
Langsam richtete sie sich auf. Ihre Hände und Knie waren voller Schrammen und bluteten leicht. Zu dem tat ihr auch sonst alles weh.
„Anstatt um diese Schrammen solltest du dir lieber Sorgen um dein Leben machen, kleine.“
Verschreckt sah sie auf. Dort saß er. Der Dämon, der zweifelsohne der Anführer war und der garantiert nichts Gutes mit ihr vorhatte.
Seine kalten, emotionslosen Augen starrten auf das Mädchen herab, musterten sie.
„Einen netten Körper hast du, das gefällt mir.“
Ein grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Nun hatte er sie. Und was das beste war, er konnte mit ihr machen was er wollte und niemand würde ihn daran hindern.

Bei Sango und den anderen
Eine unheimliche Stille lag im Raum.
Sie waren, nachdem sie Kagome nicht hatten finden können, nach Musashi zurückgekehrt. Nun saßen sie zusammen mit Kaede selbst in deren Hütte. Miroku hatte ihr die Geschichte erzählt, danach Ruhe eingekehrt, welche nur vom Knistern des Feuers unterbrochen würde. Jeder ging seinen Gedanken nach. Was sollten sie jetzt machen? Was war mit Kagome? Wie gings ihr? Wo war sie? War sie überhaupt noch am Leben?
All diese Fragen schwirrten ihnen im Kopf rum. Doch niemand sprach sie aus, denn sie wussten, eine Antwort würden sie sowieso nicht bekommen.

In einem Wald nahe Musashi
Eine Gestallt glitt lautlos und nahezu unsichtbar durch die Dunkelheit des Waldes. Sie hatte ein bestimmtes Ziel. Normalerweise ging sie der Person, die sie suchte, ja lieber aus dem Weg. Doch diesmal hatte sie keine andere Wahl.
Auf einer Lichtung blieb sie kurz stehen. Ihr Kopf neigte sich dem pechschwarzen Himmel. Goldene Augen starrten zum Vollmond hinauf, während der Wind leise und sanft mit den Weißen Haaren verschmolz.


Part 5

Bei Kagome
Langsam stand er auf und ging auf sie zu.
„Kaum zu glauben wie so ein hübsches Wesen wie du einen dreckigen Hanyou lieben kann. Und das obwohl er dich doch immer wieder für dieser wandelnden Leiche verlässt.“
Er stand nun vor ihr und schaute mit mitleidigem Gesichtsausdruck auf sie hinab.
„Du armes kleines Ding. Weißt noch nicht mal dass er nur mit dir spielt. Dich nur ausnutzt.“
Erschrocken starrte sie zu ihm hoch.
/Was? Woher..??/
„Du fragst dich woher ich das weiß nicht wahr?“
Langsam beugte er sich zu ihr runter, bis er mit seinem Gesicht kurz vor ihrem war. Sie wollte sich abwenden, doch da hatte der Dämon sie schon an ihrem Kinn gefasst und zwang sie ihn anzusehen.
„Na na. Nicht so ängstlich. Ich werde dir schon nichts tun. Zumindest vorerst nicht. *heimtückisch lächel*“
Er hob seine andere Hand und legte sie an ihre Stirn.
„Und nun. Träume schön.“
Langsam fielen ihr die Augen zu. Zwanghaft versuchte sie dagegen anzukämpfen, doch schließlich scheiterte sie und glitt in die unendliche Dunkelheit ihrer Gedanken.

Kagomes Traum
Sie ging durch einen dunklen Wald. Stille. Nirgends war etwas zu hören. Nur ihre Schritte hallten ungehört in den tiefen des Waldes wieder.
Es schien, als wäre der Wald tot und als würde sich kein Lebewesen nur in seine Nähe trauen. Eine gespenstische Aura ging vorn diesem seltsamen Ort aus.
/Wo bin ich? Wie bin ich hierher gekommen?/
„Inuyasha?!“
Kleinlaut schallte ihre Stimme durch die Dunkelheit. Weiterhin war kein Laut zu vernehmen.
Ihre Gedanken überschlugen sich. Panik machte sich in ihr breit.
Sie war völlig alleine in einem tiefen, finsteren Wald. Nirgends ein Licht. Nirgends ein Weg.
Sie hatte Angst. Was sollte sie tun? In welche Richtung sollte sie gehen? Wo waren nur die anderen? Und vor allem… Wie kam sie hierher? Sie wusste es nicht. Und eine Antwort würde sie wohl hier auch nicht bekommen.
Schließlich entschied sie sich einfach geradeaus zu gehen. Irgendwann musste der Wald ja enden, oder nicht?!
Stundenlang, so schien es, irrte sie herum. Pausenlos huschten ihre Augen wachsam umher. Doch dann, ganz plötzlich, sah sie in einiger Entfernung, ein Licht durch die Bäume schimmern. Erleichtert ging sie darauf zu. Vielleicht war da ja jemand der ihr helfen konnte?
Dann sah sie. Augenblicklich blieb sie an Ort und Stelle stehen. Sie konnte und wollte einfach nicht glauben was sie da sah.
/Inuyasha?! Was macht er hier? Und vor allem mit ihr?/
Dort stand er, auf einer kleinen Lichtung, lediglich etwas vom Mond und von den umher schwebenden Seelen beschienen. Sein weiß-silbernes Haar glänzte im fahlen Licht wie flüssiges Silber. Jedoch war er nicht alleine. Auch eine Frau war dort. Sie lag in seinem Armen. Sie unterhielten sich.
„Inuyasha, bleibst du jetzt für immer bei mir?“
„Natürlich Kikyou. Ich werde dich nie wieder alleine lassen.“
„Aber was ist mit meiner Wiedergeburt, dieser Kagome?“
„Kagome? Wer ist das? Ich höre diesen Namen zum ersten Mal. Du sagst sie ist deine Wiedergeburt, aber das ist doch unmöglich. Denn immerhin bist du hier. Also hör auf darüber zu reden. Für mich gibt es nur eine Frau und diese halte ich gerade in meinen Armen.“
Kikyou lächelte. Langsam kamen ihre Gesichter sich näher und sie küssten sich.
Etwas zerbrach. Doch sein Klang verhallte lautlos und ungehört in der unendlichen Weite der Dunkelheit, die ihr nun gebrochenes Herz befiel.
Tränen rannen ihre blassen Wangen hinab, um dann lautlos auf dem kalten Waldboden zu zerschellen. Ihre Sichte verschwamm. Bis schließlich alles um sie herum schwarz war. Doch sie bemerkte es gar nicht. Fühlte nur den stechenden Schmerz und das zersplittern ihres Herzens.
Ohne jeglichen Widerstand ließ sie sich von der Dunkelheit einhüllen. Langsam und unbemerkt drang sie in ihre Seele ein. Setzte sich in ihrem Herzem fest. Sie bemerkte es schon nicht mehr. Es war ich auch egal. Ihr Wille, war gebrochen.


Part 6

Bei dem Dämon
Grinsend sah der Dämon auf sie hinab. Es lief alles ganz wie geplant.
„Wie schwächlich und verletzbar die Menschen doch sind.““
Lachend wandte er sich ab.
„Kaoru! Bring sie auf mein Zimmer!“
Mit diesen Worten verließ er den Raum und verschwand.
Eine junge Youkai kam herein und trat zu dem am Boden liegenden Mädchen. Behutsam hob Kaoru sie auf die Arme und ging mit ihr in Richtung der Gemächer. Wehmütig sah sie auf die junge Miko hinab.
/Armes Mädchen. Sie tut mir Leid, auch wenn sie nur ein Mensch ist./

Weiterhin grinsend ging der zu seiner Schneiderin.
„Seid gegrüßt Lord Takeru.“
„Hallo Kurai. Ich habe einen besonderen Auftrag für dich.“
(Jetzt ist auch endlich geklärt wer er ist. Oder zumindest wie er heißt ^^)

Bei Kagome
Ihr Kopf dröhnte, als sie langsam erwachte und ihre Augen öffnete. Doch es war ihr egal. Alles, war ihr egal. Was hatte das Leben für einen Sinn für sie, wenn sie es nicht mit demjenigen verbringen durfte den sie liebte. Denn er hatte schon eine andere. Kikyo.
Langsam und schwerfällig setzte sie sich auf. Was war nur aus ihr geworden? Hatte sie nicht die ganze Zeit gewusst dass er sich für SIE entscheiden würde? Doch, sie hatte es. Und sie war trotzdem bei ihm geblieben. Was war jetzt anders? Eigentlich doch nicht viel.
/Doch! Er hat mich vergessen. Er kannte mich schon gar nicht mehr./
Langsam wich die Leere dem Schmerz und sie seufzte laut auf.
/Ich wollte doch nur das er glücklich ist, dass er lachen kann. Aber warum ist es dann so schwer für mich ihn gehen zu lassen? Einzusehen, dass nicht ich es bin die ihn glücklich machen kann. Ist es nur weil ich ihn liebe? Oder ist da noch was anderes?/
Allmählich kam wieder Leben in sie. Und nun merkte sie auch, dass sie nicht mehr ihre normalen Klamotten an hatte. Denn statt ihrer Schuluniform trug sie nun einen langen schwarzen Kimono, der eng an ihrem Körper lag.
/Wer hat mir den angezogen? Wo bin ich hier überhaupt?/

Bei Inuyasha und den anderen
„Aber wir können doch nicht einfach hier rum sitzen und nichts tun!“
Laut halte Inuyashas Stimme durchs Dorf.
„Was sollen wir denn sonst machen? Wir haben schon in unzähligen Dörfern nachgefragt, alle möglichen Orte abgesucht. Wie sollen wir sie denn finden? Wir haben nicht den kleinsten Anhaltspunkt, versteh mich nicht falsch Inuyasha“, unterbrach Sango ihren Vortrag, als der Hanyou mit entrüstetem Gesichtsausdruck schon wieder was sagen wollte.
„Ich mache mir genauso viele Sorgen um Kagome-chan wie du. Ich möchte sie auch so schnell wie möglich wieder sehen. Aber was sollen wir denn tun? Wir haben nicht den kleinsten Anhaltspunkt wo sie sein könnte. Versteh es doch endlich!“
„Aber wir können doch nicht einfach hierum sitzen und nichts tun!“
„Uns bleibt leider nichts anderes übrig Inuyasha. Sango hat Recht, wir haben keine Chance sie zu finden solange wir nicht wissen was eigentlich passiert ist.“
Auch Miroku mischte sich nun in dieses Wortgefecht ein.
„Wenn das so ist, geh ich sie halt alleine ohne euch suchen!“
Er wollte schon aus der Hütte stürzen, als Miroku sich ihm in den Weg stellte.
„Sei doch vernünftig! Wenn du jetzt losrennst und dir irgendwas passiert, hilfst du damit weder ihr noch uns!“
„Was soll ich denn sonst machen? Ich kann nicht einfach hier rum sitzen in dem Wissen dass sie in Gefahr ist!“
Eigentlich hatte Inuyasha noch was sagen wollen, doch er kam nicht dazu da sich jetzt auch Kaede einmischte.
„Inuyasha beruhige dich. Die beiden haben vollkommen Recht, was willst du denn machen? Irgendwo herum rennen und nur um dann nicht hier zu sein wenn wir ein Zeichen von Kagome bekommen? Du weißt doch überhaupt nicht wo du suchen sollst und planlos durchs Land zu laufen bringt dir auch nichts. Wenn du nach Süden läufst könnte sie auch genauso gut im Norden sein.“
„Denkst du etwa uns fällt es nicht schwer hier nur rum zu sitzen während Kagome-chan irgendwo da draußen ist?“
Noch während Sango dies sagte traten ihr Tränen in die Augen. Sie Machte sich solche Sorgen um ihre beste Freundin. Was wenn sie schon gar nicht mehr am lebte? Daran wollte sie gar nicht denken, doch diese Befürchtung schlich sich immer und immer wieder in ihre Gedankengänge ein und fraß sie von innen her förmlich auf.
Was wäre wenn… Diese Frage ging wohl allen Anwesenden durch den Kopf. Doch niemand sprach seine Befürchtungen aus, aus Angst es würde wirklich passieren.
Nach dieser Auseinandersetzung blieb es vorerst still. Jeder ging seinen eigenen Gedanken nach.
Unruhig schaute Inuyasha aus dem Fenster.
/Kagome, wo bist du nur?/



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